Schulsprengel

Hier finden sich konkrete Wegleitungen und praktische Beispiele, wie altersdurchmischtes Lernen stattfinden kann.


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Beitrag 11. Jan 2014 22:21
walter Forum Admin

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Wie Kleinschulen ebenfalls organisiert und geführt werden könnten. Der Begriff des Schulsprengels (wir würden sagen Aussenstellen) wird hier erklärt:

Doch wie funktioniert dann ein solcher Sprengel? Ein Schulsprengel wird von einer Schulführungskraft (wie einem Direktor) ohne Lehrverpflichtung geleitet. Dieser ist unmittelbarer Vorgesetzter des Personals und gesetzlicher Vertreter der Schule. In den einzelnen Schulstandorten übernehmen die Führungsaufgaben ‚vor Ort‘ sog. Schulstellenleiter (vgl. ebd. S. 137 – 139).
„Den Sprengeln wird vom Schulamt ein ‚funktionales Plansoll‘ zugewiesen. Dies ist ein Pool an Personal-ressourcen, die sprengelintern auf Grund von Notwendigkeiten verteilt werden“ (ebd. S. 135).
Dies hat den Vorteil, dass sich mehrere Standorte im Sprengel flexibel Personal einteilen können. Einen solchen Schulsprengel kann man sich größenmäßig in etwa so vorstellen:
„Ein Schulsprengel umfasst in der Regel mehrere Grundschulen (4 bis 7) und die Mittelschule desselben Einzugsgebietes mit einer Gesamtzahl von ca. 500 bis 900 Schülerinnen und Schülern“ (Hofer und Wat-schinger (2008), S. 135).
Diese Schulsprengel sind dabei nicht als administrative, sondern als pädagogische Einheiten zu verstehen. Das Schulautonomiegesetz Italiens verpflichtet Schulen zur Erstellung von Schulprogrammen zur Entwicklung eines eigenen Profils und eigener Identität (vgl. ebd. S. 136). Das besondere Merkmal dieses Programms ist seine Entstehung.
„An der Erstellung des Schulprogramms beteiligen sich alle Mitglieder der Schulgemeinschaft. Dabei gilt es, die besonderen Begabungen und Interessen der Lehrpersonen, Schüler und Eltern zum Tragen kommen zu lassen und die speziellen örtlichen Gegebenheiten zu nutzen“ (ebd. S. 136).
Es findet also ein klassischer „bottom-up-Prozess“ mit allen Beteiligten statt. Dies stärkt die Identifikation und den regionalen Zusammenhalt. Der Kerngedanke des Schulautonomiegesetzes liegt in der „Vision einer Schule, die zunehmend mehr zur ‚lernenden Organisation‘ wird“ (ebd. S. 137).


Dieses gesamte Kapitel ist hochinteressant und aufschlussreich.

demographie-online, ab Seite 21

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