Regionalisierte Bevölkerungsprognose 2008-2025

Hier geht es um Zahlen zum Thema Grundschulen, Bevölkerung und Prognostik. Es zeigt sich nämlich, dass Theorie und Praxis doch recht weit auseinanderklaffen.


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walter Forum Admin

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Dies sind die Daten, auf denen die derzeitige Schulplanung aufbaut. Dabei fällt auf, dass sich natürlich eine starke Altersgruppe nach oben schiebt, die Pyramide kopflastig macht, während unmittelbar darnach ein Loch auftaucht. Das ist praktisch eine Generation Menschen, welche nach der Wende das Land verlassen haben.
Hier die Grafik, welche man oben rechts auch noch in der Darstellung ändern kann. Auffallend: Der Anteil der Altersgruppe 0-20 änder sich nur geringfügig, wird sogar bis 2015 stärker. Darauf könnte man aufbauen, wenn es gelingt, Lebensqualität und Arbeitsplätze entsprechend zu gestalten.

Bild


Hier der Link dazu


Ein Genaueres analysieren der Zahlen in der folgenden Statistik zeigt erneut, dass der prophezeite Einbruch NICHT so krass ist, wie er allgemein an die Wand gemalt wird. Bis 2020 nimmt das Segment 0-5 Jahre nur geringfügig ab. Es geht also darum,WAS mit der HEUTIGEN Altersgruppe 0-30 (rund 540 000 Menschen passieren wird oder muss, damit sie hier bleiben.Wenn man bedenkt, dass über 40% der Gesamtbevölkerung (unter Einbezug der Grundzentren beinahe 60%) im ländlichen Raume leben, müsste diesem Aspekt allerhöchste Aufmerksamkeit geschenkt werden. Familienfreundliche Infrastrukturen heißt nun mal Kinderbetreuung vor Ort (was ja in vielfacher Hinsicht bereits passiert) und folgerichtig ortsnahe Grundschule. Fehlt diese, erübrigt sich mittelfristig die Kinderbetreuung. Überalterung und Aussterben des Dorfes sind die logische Folge.

Familienfreundliche Strukturen im ländlichen Bereich bringen aber auch Zuzug! Davon geht die Prognostik nicht aus.Bayern macht exakt dies mit seinem Modell ländliche Entwicklung.

Letztlich geht es um Folgendes:

1. Betrachten wir das bestehende Jahrgangsklassensystem als unantastbar und dünnen die Versorgung wegen vorüberghend tieferer Schülerzahlen aus? Damit wird gleichzeitig gesagt, dass in den natürlichen demographischen Wandel der ländlichen Regionen eingegriffen wird, die negative demographische Entwicklung beschleunigt wird.
2. Versuchen wir, mit einem schon längst erprobten und bewährten elastischen Schulsystem, ortsnahe Grundschulversorgung sicher zu stellen und damit einen wesentlichen Halte- und Zuzugsfaktor im ländlichen Raume zu gewährleisten, zuumal diese Beschulungsform für das Kultusministerium weitgehend kostenneutral sein wird.

Darüber werden wir weiter streiten...

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