Thüringen

Hier tragen wir mit Quellenangaben zusammen, wie die einzelnen Bundesländer sich zu den Themen Kleinschulen, altersdurchmischtes Lernen und Gründung von Schulverbänden, Schulsprenkeln positionieren.


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Beitrag 11. Jan 2014 22:47
walter Forum Admin

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Die Thüringer Schulordnung (ThürSchulO) lässt für Grund- und Regelschulen verschiedene Formen des Unterrichtens zu. In § 45 Abs. 3 steht dazu, dass der Unterricht vom Schulleiter, fächerübergreifend, klassenübergreifend, klassenstufenübergreifend und zeitweise kursübergreifend eingerichtet werden kann. Bei entsprechendem Bedarf kann der Unterricht auch für mehrere Schulen gemeinsam durchge-führt werden (vgl. ThürSchulO (2011), Sechster Teil). Diese Freiräume der einzelnen Schulleiter ermögli-chen eine Vielzahl von individuellen Strategien für kleine Schulstandorte. Bereits 2004 wurde dieser An-satz im Rahmen des Forschungsvorhabens „Aufbau Ost“ des damaligen Bundesministeriums für Ver-kehr, Bau und Wohnungswesen (BMVBW), dem heutigen Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), untersucht. Fazit der Untersuchung ist, „dass dezentrale Schulmodelle mit Schulen unterhalb traditioneller Mindeststandards bis zu einem gewissen Grad auch wirtschaftlich tragfä-hige Modelle für den dünn besiedelten ländlichen Raum sind“ (Freie Planungsgruppe Berlin (2004), S. 12). Darüber hinaus wurde festgestellt, dass auch kleine Schulen pädagogisch hochwertige Arbeit leisten
DGD/BBSR-Dezembertagung 2012
Der demografische Wandel. Eine Gefahr für die Sicherung gleichwertiger Lebensbedingungen 32
Beitrag Albert BBSR-Online-Publikation 02/2013
können (vgl. ebd. S. 12). Den entscheidenden Beitrag für das Gelingen einer „Kleinen Schule“ sehen die Wissenschaftler darin, „dass der Wille und die Bereitschaft der jeweiligen Lehrkräfte, die Akzeptanz und nachhaltige Unterstützung durch Eltern, die kommunale Verwaltung, der Schulträger und das zuständige Ministerium eine entscheidende Rolle [spielen]“ (Freie Planungsgruppe Berlin (2004), S. 12 – 13).


Quelle S.31/32

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